"Hier bin ich eigentlich aus Zufall wegen einer Freundin"
Interview „GEGEN Rechts!“ mit Pedro.

- 19.06.2026, 11:30
Die Interviewreihe "GEGEN Rechts!" behandelt immer wieder besondere Persönlichkeiten aus dem Basketball mit Migrationshintergrund.
Heute stellen wir Pedro Nel Botello vor. Seit Mitte 2008 engagiert er sich als Trainer in seinem Verein TuS Huchting in Bremen und setzt sich dort mit großem Einsatz für die Nachwuchsarbeit ein. Mit seiner fürsorglichen Art prägt er die Arbeit mit den jungen Spieler:innen in besonderer Weise. Im Bremer Stadtteil Huchting, der als sozial benachteiligtes Quartier gilt, betreut Pedro Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren in den Altersklassen U10 und U12.
Hallo Pedro, wie geht es Dir?
"Es geht mir gut, danke der Nachfrage zu Beginn."
Stell´ Dich doch bitte einmal kurz vor und sag´ uns wie alt Du bist und wo Deine Wurzeln sind
"Mein Name ist Pedro Nel Botello, ich bin 53 Jahre alt und komme ursprünglich aus Kolumbien."
Was machst Du zurzeit? (Beruflich, Ehrenamtlich im Verein oder sonst)
"Von Beruf her bin ich Lehrer. Gerade schreibe ich meine Dissertation. Im Verein arbeite ich als Basketballtrainer mit den Anfängern der U12 und manchmal der U14. Darüber hinaus versuche ich die Basketballabteilung zu organisieren, voranzutreiben und besser zu machen."
Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen?
"Meine Tätigkeit als Trainer ist ein Hobby. Bisher habe ich das immer so gemacht - Erst war ich in meiner Heimat auch so Trainer gewesen. Hier bin ich eigentlich aus Zufall wegen einer Freundin auf diese Tätigkeit gekommen. Sie hat dem damaligen Abteilungsleiter eine E-Mail mit meiner Vorstellung gesendet, und er hat ihr geantwortet, dass ich einfach vorbeikommen sollte. Und es hat geklappt!"
Treibst Du aktiv Sport und wenn ja, welche Sportarten sind dabei?
"Jein, also Basketball. Wenn ich die Kinder trainiere, mache ich ab und zu mit. Vor allem, wenn mal eine Spielerin oder ein Spieler fehlt. Bisher ist diese Sportart immer bei mir."
Fühlst Du Dich integriert in der Stadt / dem Ort, wo Du lebst bzw. generell in Deutschland?
"Ja, ich fühle mich integriert und respektiert. Und ich gebe von mir das Beste. Erst muss ich mit Kindern von verschiedenen Ländern arbeiten, sogar auch mit Deutschen -lacht-, von daher ergibt sich das so."
Bist Du schon einmal mit Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit konfrontiert worden?
"Nein, erst arbeite ich in einem Stadtteil, in dem viele Kinder mit ausländischem Hintergrund und Migrationsbiografie sind. Wie oben gesagt, erst ist Basketball ein Hobby, und ich gebe von mir das Beste und Mühe. Sowohl die Eltern als auch die Mädels und Jungs erkennen, dass ich Ahnung von dieser Sportart habe. Ich kann die Kids sehr gut anlocken, um Basketball zu spielen."
Vielen Dank, lieber Pedro, für Deine Offenheit und die Zeit, die Du Dir für das Interview genommen hast. Wir bedanken uns und wünschen Dir für Deine Zukunft alles Gute.





