Geschäftsführer blickt zurück
Danny Traupe-Busch im Interview.
- 01.04.2026, 12:00
Im Rahmen der neuen Ausgabe unsereres Newsletters stellen wir "3 Fragen an" Danny Traupe-Busch (Geschäftsführer), der sein 10-jähriges Jubiläum beim NBV feiert.
1) Welche Entwicklungen aus den letzten 10 NBV-Jahren machen dich besonders stolz?
Dass wir – und damit meine ich viele Menschen im Verband – den NBV zu einem modernen, gut aufgestellten Verband geführt haben, trotz der normalen Widerstände bei Veränderungen, macht mich sehr stolz. Wichtig war, dass wir unsere Ziele nie aus den Augen verloren, Geduld bewiesen und sachliche Argumente sprechen ließen. Ohne dies gäbe es heute nicht die Strukturen, die wir haben.
Besonders stolz bin ich auf die Geschäftsstelle: ein Team von zehn Mitarbeitenden, das ausbildet, verlässlich arbeitet und die Bedürfnisse unserer Mitglieder immer besser versteht und umsetzt.
Richtig stolz bin ich auch darauf, dass wir eine Bildungsreferentin haben. Es brauchte Mut und Ausdauer, dies damals im Vorstand durchzusetzen und dafür eine Landestrainerstelle zu opfern – die wir heute wieder haben.
Die NBV-Jugend als selbständige Einheit ist eines meiner Lieblingsprojekte. Und der NBV-Rookie Trainer auf Borkum: Als ich 2016 kam, wollte ich ein Lehrgangsformat ähnlich den Abschlusslehrgängen des ASC Göttingen etablieren. Ich hatte an ein klassisches Basketball-Camp gedacht, aber so, wie es jetzt ist, ist es perfekt – und wir werden von anderen Verbänden dafür beneidet.
2) Welche Herausforderungen siehst du in der nächsten Zeit für den NBV?
Wir wollen die Schnittstellen in den Fachressorts besser aufeinander abstimmen und die Zusammenarbeit stärken – wer mit wem sprechen muss und wer informiert sein will. Von unserer neuen Digitalkommission erhoffe ich mir interessante Impulse und Lösungen, die uns bislang mangels Know-how noch nicht bekannt sind.
Den Beteiligungsprozess wollen wir weiter vorantreiben und die Meinungen, Interessen und das Know-how unserer Vereine über möglichst viele Formate für Begegnung und Dialog einholen, zum Beispiel die Leistungssportkonferenz im Mai, den Verbandstag im Juni, die Youth Convention der NBV-Jugend oder ein geplantes größeres Symposium 2027.
Wir sind ein guter Verband, wenn wir neben Spielbetrieb und Bildungsbereich auch den fachlichen Austausch fördern. So können wir viele Menschen für Basketball, für ein Ehrenamt und für die Mitarbeit im Ehrenamt begeistern – sowohl in den Vereinen vor Ort als auch auf Verbandsebene.
3) Hast du eine lustige Anekdote aus deiner beruflichen Laufbahn?
Da muss ich überlegen … Bei der EuroBasket 2021 hatte ich das Glück, an der Feier der DBB-Nationalmannschaft (Bronzemedaille) teilzunehmen und meinen Dirk-Moment mit einem Foto zu erleben. Der Abend war insgesamt sehr ausgelassen und witzig.
Mit Franz habe ich mich länger unterhalten, weil ich ihn und Moritz aus meiner Zeit bei ALBA Berlin kannte. Franz hatte damals als 14-Jähriger Knieprobleme, war aber bei jedem JBBL-Training – Patrick Femerling war Coach – und hat auf einem Stuhl gedribbelt oder geworfen. Moritz spielte damals in der NBBL.
Über Andi Obst muss man nicht viel sagen: nett, sympathisch und kann feiern. Ein besonders witziger Moment war, als ich zu den Spaniern in einem trostlosen Konferenzsaal ging: Ricky Fernández bot mir Caipirinha aus dem EM-Pokal an. Hat gut geschmeckt, aber ein Schluck Berliner Luft hätte dem Pokal auch gut getan.
Besonders stolz bin ich auf die 3x3-Goldmedaille. Vor dem Turnier war ich mit meiner Familie im Deutschen Haus in Paris, habe die Coaches und Spielerinnen Marie, Elisa, Sunny und Svenja getroffen, ein wenig über Perspektiven geschnackt und ein Foto gemacht, das heute unterschrieben im Wohnzimmer hängt. Nach dem Sieg war der Empfang am Flughafen unglaublich – fast alle Spielerinnen mit Goldmedaillen, Elis war direkt nach Oregon geflogen. So etwas erlebt man nicht oft.




