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Bericht des Vizepräsident 1

Finanzlage und wirtschaftliche Entwicklung des Verbandes.

Nachfolgend der Bericht von Carsten Brokelmann aus dem Berichtsheft zum Verbandstag 2026.

Das ganze Berichtsheft ist unter "Verbandstag 2026" zu lesen.

 

Allgemeine Entwicklung Finanzen

Die Finanz- und Liquiditätssituation des Niedersächsischen Basketballverbandes hat sich seit dem letzten Verbandstag durchgehend positiv entwickelt. Die beschlossene Erhöhung der Verbandsabgabe für das Jahr 2025 hat dies nochmals abgesichert, im Ergebnis aber auch zu einem weiteren Anstieg der Rücklagen geführt. Daher konnte die beschlossene Anhebung für das Jahr 2026 nach Empfehlung durch den Haushaltsausschuss vom Präsidium ausgesetzt werden. Die Unterlagen zu den Jahresabschlüssen werden mit den Anträgen vor dem Verbandstag übersandt, da der Jahresabschluss für das Jahr 2025 durch die Steuerberatung zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch nicht endgültig abgeschlossen war.

Jahresabschluss 2024

Das Jahresergebnis 2024 ist mit 29.979,15 Euro positiv ausgefallen und damit gut 25.000 Euro besser als im Jahr 2023 und auch noch rund 5.000 Euro besser als im auf dem Verbandstag 2024 beschlossenen Wirtschaftsplan. Hinzu kommt die Auflösung einer zweckgebundenen Rücklage von 5.000 Euro, sodass sich das bereinigte Ergebnis 2024 auf knapp 35.000 Euro beläuft. Der NBV verfügte zum 31. Dezember 2024 über Rücklagen von knapp 119.000 Euro, wovon 25.000 Euro zweckgebunden für die Ausrichtung des Bundestages 2025 in Braunschweig vorgesehen waren.

Jahresabschluss 2025

Das Jahresergebnis ist vorläufig mit 26.580,15 Euro positiv ausgefallen und damit gut 20.000 Euro besser als im auf dem Verbandstag 2024 beschlossenen Wirtschaftsplan. Hinzu kommt die Auflösung der zweckgebundenen Rücklage von 25.000 Euro für den Bundestag, sodass sich das vorläufig bereinigte Ergebnis für das Jahr 2025 auf gut 50.000 Euro beläuft. Der NBV verfügt zum 31. Dezember 2025 über Rücklagen von rund 145.000 Euro, davon 75.000 Euro als Betriebsmittelrücklage, um den laufenden Betrieb des Verbandes abzusichern, und 70.000 Euro als Puffer für die zukünftige Verbandsentwicklung.

Wirtschaftsplan 2026

Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 wurde zum Jahreswechsel 2025/2026 nochmals angepasst, um zwischenzeitliche Entwicklungen einzubeziehen. Insgesamt wurde das geplante Jahresergebnis aber lediglich von 980 Euro auf 2.000 Euro angehoben. Nach dem derzeitigen Zwischenstand ergeben sich keine Anhaltspunkte, dass es zu unvorhergesehenen Belastungen kommen wird. Es zeichnet sich eher ab, dass auch in diesem Jahr durch das Auskommen an Strafen und Gebühren ein besseres Ergebnis erzielt werden könnte.

Wirtschaftspläne 2027 und 2028 und Entwicklung der Verbandsabgabe

Die Wirtschaftspläne für die Jahre 2027 und 2028 wurden auf Basis des Jahresergebnisses 2025 und des Wirtschaftsplans für das Jahr 2026 fortgeschrieben, ohne dass mit gravierenden Abweichungen gerechnet wird. Auf der Ausgabenseite wurden inflationsbedingte Steigerungen vorgesehen. Die Wirtschaftspläne wurden bewusst mit einem negativen Ergebnis aufgestellt, da aus meiner Sicht ein weiteres Ansteigen der Rücklagen weder im Sinne des NBV noch im Interesse der Vereine liegt.

Aufgrund der gebotenen vorsichtigen Schätzung von Strafen hat sich allerdings das Jahresergebnis in der Vergangenheit immer besser dargestellt als geplant. Deshalb muss aus meiner Sicht eine Planung ein Abschmelzen der Rücklagen vorsehen, um wenigstens eine weitere Steigerung der Rücklagen zu vermeiden.

Allerdings ist die Planung für das Jahr 2028 mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, da insbesondere die Höhe der Zuschüsse, die immerhin rund ein Drittel der Einnahmen ausmachen, erst im zweiten Halbjahr 2027 planbar sein wird. Daher schlage ich dem Verbandstag zum 1. Januar 2028 eine Erhöhung der Verbandsabgabe um 10 % vor, die durch Präsidiumsbeschluss allerdings wieder ganz oder teilweise ausgesetzt werden kann. Dies entspricht aus meiner Sicht der bewährten Vorgehensweise, die wir schon für die Verbandsabgabenerhöhung für das Jahr 2026 beschlossen hatten. Es gibt uns bei möglicherweise deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen eine Reaktionsmöglichkeit, von der ich allerdings glaube, dass wir sie nicht zur Anwendung bringen müssen.

Der Haushaltsausschuss hat die Wirtschaftspläne für die Jahre 2027 und 2028 beraten und in der vorgelegten Form empfohlen und empfiehlt auch den Antrag zur Verbandsabgabe.

Ablauf Finanzbuchhaltung, Aufarbeitung Außenstände und Aufgabenverteilung Geschäftsstelle

Seit 1. März 2024 wird die laufende Finanzbuchhaltung nicht mehr durch die Steuerberatung vorgenommen. Lohnbuchhaltung und Jahresabschluss werden weiterhin durch die Steuerberatung erstellt. Diese Aufgabenverteilung hat sich aus meiner Sicht bewährt. Die vorbereitenden Arbeiten erfolgen in der Geschäftsstelle und die laufende Verbuchung durch mich. Dadurch konnten wir den Kommunikationsaufwand deutlich vermindern und das Controlling durch mich deutlich verbessern.

Die Aufgabenverteilungen wurden klar abgestimmt und werden in zweiwöchentlichen Besprechungen nachgehalten und ggf. angepasst. Außerdem wurde die zum 1. Januar 2025 erforderliche Umstellung auf einen neuen Kontenrahmen genutzt, um die verwendeten Konten zu straffen, den Aufwand für die Bearbeitung zu vermindern und die Aussagekraft der Konten aus meiner Sicht deutlich zu erhöhen.

Die Jahresabschlüsse 2024 und 2025 sind dadurch zwar nur bedingt vergleichbar, aber in Zukunft wird auch der Abgleich zwischen Wirtschaftsplänen und den Jahresergebnissen deutlich transparenter möglich sein.

Die im Bericht zum Verbandstag 2024 angekündigte Aufarbeitung der Zahlungsrückstände seit dem Jahr 2022 wurde erfolgreich durchgeführt. Aus den Jahren 2022 und 2023 bestehen keine Rückstände mehr, 2024 sind es 375 Euro und 2025 noch 1.135 Euro.

Seit November 2025 haben wir zudem ein monatliches Mahnverfahren etabliert, mit dem im monatlichen Abstand nach Fälligkeit eine Zahlungserinnerung sowie eine erste und eine zweite Mahnung erfolgt. Danach noch offene Beträge werden durch mich weiterverfolgt und führen ggf. zum Vorschlag einer Sperre für den Verein an Vorstand und Präsidium.

Nicht inbegriffen sind die Forderungen gegenüber unserem bisherigen Partner Peakzone. Hier bestehen noch offene Forderungen von knapp 9.000 Euro brutto, bei denen abzuwarten bleibt, ob sie realisiert werden können.

Außerdem wurde in einem gemeinsamen Prozess mit der Geschäftsstelle eine Übersicht aller Aufgaben der Geschäftsstelle erstellt und die Arbeitsprozesse, Zuständigkeiten sowie Vertretungsregelungen festgelegt. Das Ziel ist, die verlässliche Abarbeitung der Aufgaben sicherzustellen und auch den Wissenstransfer bei Personalwechsel zu erleichtern.

Begleitung Bereiche Bildung und Schiedsrichterwesen, Zusammenarbeit im Verband

In meinen Aufgabenbereich fällt auch die Begleitung des Bildungsbereiches und seit Herbst 2025 auch des Schiedsrichterbereiches seitens des Vorstandes. Hier gilt mein Dank allen handelnden Personen im Ehren- und Hauptamt für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit. Das gilt ebenso für die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, dem Präsidium, dem Haushaltsausschuss und den Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle.

Diese gute Zusammenarbeit hat mich bewogen, mein Amt zumindest bis zum Ende meiner derzeitigen Wahlperiode bis zum Verbandstag 2028 auszuüben und nicht wie ursprünglich angedacht schon in diesem Jahr abzugeben.

Mit sportlichen Grüßen
Carsten Brokelmann

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