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Hannover, 9.2.2021

Bildungskommission bestätigt aktuellen Weg und fasst Beschlüsse

Am Donnerstag, den 4. Februar 2021 traf sich die NBV-Bildungskommission erstmalig in diesem Jahr zu einer digitalen Sitzung. Die Teilnahme stand sämtlichen Mitgliedern und Interessierten aus dem NBV-Gebiet offen. Explizit eingeladen wurden an diesem Abend Vertreter/innen der einzelnen Regionen, Mitglieder/innen des NBV-Lehrteams, die NBV-Schiedsrichterkommission und der für Bildung verantwortliche Vorstand Dr. Sven Ehrich. Außerdem galt den Kooperationspartnern im Bildungsbereich, darunter Landessportbund und Universitäten herzliche Einladung.

 

An der Sitzung, die von 19:00 bis 21:15 Uhr andauerte, nahmen 14 Personen teil, wovon sich zwölf an den Beschlussfassungen beteiligten. Nach einleitenden Worten von Geschäftsführer Danny Traupe und Dr. Sven Ehrich übernahm Bildungsreferent Johannes Wunder die Sitzungsleitung.

 

Neue Struktur der Übungsleiter-C Ausbildung des Landessportbundes betrifft auch NBV

Zu Beginn informierte Marco Lutz als Vertreter des Landessportbundes über das neu geschaffene Übungsleiter C-Modulsystem, welches die allgemeine Übungsleiterausbildung in Niedersachsen erneuern soll. Der NBV nutzt seit 2019 den Grundlehrgang des Landessportbundes Niedersachsen als festen Bestandteil der Trainerausbildung. Eine D-Trainer-Lizenz gibt es seither nicht mehr. Die Rahmenrichtlinien des Deutschen Olympischen Sportbundes schreiben mindestens 30 Lerneinheiten fachübergreifende Inhalte in der C-Trainerausbildung vor. Diese wurden bisher vollumfänglich und kompetent von den Experten des Landessportbundes beziehungsweise der Stadt- und Kreissportbünde abgedeckt. Für interessierte Teilnehmer/innen aus den Vereinen bedeutet dies vorwiegend eine größere Flexibilität in der Terminfindung, da die Termine gleichmäßig und vielfach über das ganze Kalenderjahr in den einzelnen Regionen vor Ort angeboten werden. Für das NBV-Lehrteam entsteht zudem der Vorteil, dass fachspezifische Aspekte damit abgegolten sind und in den Basketballmodulen überwiegend nur Basketball gelehrt werden kann, ohne die allgemeinen Richtlinien zu verletzen. Zur Debatte stand, ob dieser Weg auch mit dem neuen Ausbildungskonzept des LSB weiter gegangen wird. Hierzu gab es ein einstimmig positives Ergebnis aller Abstimmenden. Johannes Wunder wurde damit beauftragt, die neuen Ausbildungsinhalte abzugleichen und entsprechende (Wahl)Pflichtmodule für die angehenden Basketballcoaches beim Landessportbund festzulegen.

 

Langfristige Einbindung des DBB Mini-Trainer-Zertifikat als Bestandteil der Aus- und Fortbildung

Im Anschluss referierte Martina Flerlage als Absolventin der DBB Mini-Trainer-Ausbildung über das Mini-Trainer-Zertifikat. Diese Kurzausbildung findet im Umfang von 15 Lerneinheiten statt, wobei acht Lerneinheiten bei einer Praxiseinheit in der Halle absolviert werden. Die restlichen Inhalte finden digital statt. Zur Diskussion stand, das Mini-Trainer-Zertifikat in die allgemeine Aus- und Fortbildung langfristig zu integrieren. Nach vorheriger Rücksprache mit Johannes Wunder stellte die Absolventin zwei Möglichkeiten vor: Zum einen dienen allgemeine Fortbildungstage in den jeweiligen Regionen dazu, das Angebot im NBV zu erweitern und kompetent zu vertiefen. Dabei wirkt sich die Zusammenarbeit mit den Experten des DBB positiv auf das Lehr- und Trainerverständnis aus. Zum anderen kann das Zertifikat künftig im Rahmen der Jugendbildung und hier insbesondere als Ergänzung zum bereits bestehenden Rookie-Trainer genutzt werden. Durch die im Vorfeld stattfindende Onlinephase können die jungen Teilnehmer/innen auf einen ähnlichen Wissensstand gebracht werden, was die nachfolgende Ausbildung inhaltlich erleichtert. Die Teilnehmenden stimmten nahezu einstimmig für die Einbindung des Zertifikats in den genannten Bereichen. Es gab eine Enthaltung.

 

NBV Podcast bietet jüngeren Generationen Zugang zur Ehrenamtsentwicklung im Verband

Anschließend informierte Danny Traupe über den neuen NBV-Podcast #unserspiel. Dieser soll auch vielfach für Bildungsthemen genutzt werden, um interessierte Vereine sowie aktive Mitglieder über relevante Themen zu informieren. Vor allem in Anbetracht der Nachwuchsgewinnung im Ehrenamt sei es wichtig, so Traupe, dass man gezielt die Kommunikationsmedien der jungen Generation mit einbeziehe.

 

Sonderregelung „digitale Inhalte“ in der Trainerausbildung sollte auch 2021 Bestand haben

Johannes Wunder stellte in einer kurzen Übersicht vor, wie sich digitale Inhalte aktuell im NBV wiederfinden und welche Richtlinien seitens DOSB, Landessportbund und DBB für die Trainerausbildung bindend sind. Ergänzend dazu hielt er fest, wie eine in 2020 von der Lehr- und Trainerkommission des DBB beschlossene coronabedingte Sonderregelung aussah. Marco Lutz hob im Anschluss exemplarisch hervor, wie unterschiedlich die einzelnen Dachorganisationen den Umgang mit digitalen Inhalten pflegen. Aufgrund der bisher unveränderten Lage in Deutschland verglichen mit dem letzten Jahr, waren sich alle Teilnehmenden einig, dass die bis Ende 2020 geltenden Sonderrichtlinien des DBB auch im Jahr 2021 Bestand haben, mindestens jedoch, bis reguläre Lehrveranstaltungen in Vor-Ort-Präsenz wieder vollumfänglich möglich sind. Danny Traupe und Johannes Wunder wurden beauftragt, diese Position in den anstehenden Geschäftsführer- und Landeslehrwartetagungen zu vertreten.

 

Beschluss zur Anrechnung entsprechender Vorerfahrungen bei der Trainerausbildung

Zuletzt fasste die Bildungskommission einen Beschluss zum Umgang mit Vorqualifikationen angehender Trainerkandidat/innen. Nach umfassender gemeinsamer Analyse sind grundsätzlich vier Kategorien zu unterscheiden:

  1. Spielerische Vorerfahrungen
  2. Berufliche/Akademische Vorerfahrungen
  3. Vorerfahrungen durch andere Lizenzen (auch andere Sportarten)
  4. Vorerfahrungen als Trainer/in

Einstimmig wurde beschlossen, dass unter Punkt 1 grundsätzlich nur Spieler/innen ab der 1. Regionalliga berücksichtigt werden können. Vorerfahrungen aus Punkt 2 werden vom Bildungsreferenten inhaltlich geprüft und äquivalente Leistungen anerkannt. Hierbei soll explizit nur das Mindestmögliche gezählt werden, um angehende Trainer/innen weiterhin auch in ausreichendem Umfang in den jeweiligen Ausbildungsmodulen schulen zu können. Punkt 3 verhält sich wie im Vorherigen beschrieben. Dies ist vor allem im Zuge der Ankopplung an den Landessportbund notwendig und stimmig. Vorerfahrungen als Trainer können nach Auflistung und entsprechender Einzelfallbetrachtung durch den Bildungsreferenten und zwei weitere Mitglieder der Bildungskommission angerechnet werden. Dies soll maximal möglicher Transparenz bei gleichzeitiger Individualität der Teilnehmenden sichern.

Grundsätzlich wurde im Zuge dessen ebenfalls beschlossen, dass Einzelfallentscheidungen in begründeten Fällen möglich sind. Die Abstimmung erfolgt immer mindestens durch den Bildungsreferenten und zwei weitere Mitglieder der Bildungskommission.

 

Positive Feedbacks und weitere Ideen in der Schlussrunde

Nach einzelnen, abschließenden Feedbacks zum positiven Verlauf der Sitzung und der klaren Beschlusslage beendete Johannes Wunder gegen 21:15 Uhr die Sitzung. Über den nächsten Termin der Bildungskommission wird rechtzeitig informiert. Zur Teilnahme sind nach wie vor alle interessieren aus dem NBV herzlich eingeladen.

 

Teilnehmer: Marco Lutz (LSB Niedersachsen), Dr. Sven Ehrich, Ralph Held, Finn Höncher, Martina Flerlage, Andreas Scheede, Dennis Rokitta, Carsten Brokelmann, Torsten Grewe, Maik Remy, Davia Woityczka (NBV Jugend), Thomas König, Danny Traupe, Johannes Wunder

Entschuldigt: Dr. Dennis Wolff (Universität Hildesheim), Holger Lohmüller (Ressort Schiedsrichter), Arne Chorengel


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