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Hannover, 8.2.2019

Drei Niedersachsen in Moabit

Jan Wangerpohl (li.), Maik Remy (re.), Jan-Martin Hinck (vorne)

Wenn vom 18.04.2019 bis zum 22.04.2019 zum 7. Mal der International Eastercup Berlin-Moabit ausgetragen wird, werden mit Jan Wangerpohl, Maik Remy und Jan-Martin Hinck auch erneut drei Niedersachsen dem Organisationsteam eines der größten in Deutschland stattfindenden internationalen Basketballturniere angehören.

 

Im Jahr 2018 nahmen 127 Teams aus 36 verschiedenen Ländern an dem Turnier teil. Der veranstaltende BC Lions Moabit 21 e.V. rechnet auch in diesem Jahr bei derzeit aktuell bereits um die 80 Anmeldungen mit ca. 100 bis 130 teilnehmenden Mannschaften in den verschiedenen Konkurrenzen und mit ungefähr 1300 teilnehmenden Basketballerinnen und Basketballern aus aller Welt, welche in bis zu 10 Sporthallen im und um den Berliner Stadtteil Moabit mit dem orangen Ball jeweils um Medallien und einen berlintypischen Bären-Pokal spielen werden.

Neben den Jugendaltersklassen von der U10 bis zur U22, den Herren-, Damen-, Mixed- und Rollstuhlbasketballwettbewerben und einem 3x3-Wettbewerb soll 2019 auch erstmalig ein Ü45-Wettbewerb ausgetragen werden.

 

Dafür, dass sämtliche Vorrunden- und Entscheidungsspiele auch tatsächlich in einer der Spielhallen stattfinden können, sind vor allem Jan Wangerpohl aus Essen (Oldb.) und Jan-Martin Hinck aus Hannover verantwortlich. Während man diese beiden normalerweise eher als Schiedsrichter in niedersächsischen Sporthallen antrifft, tauschen Sie regelmäßig schon seit einigen Jahren während der Osterwoche ihre Pfeife gegen Laptop, Tablet und Drucker ein.

 

 

Bereits in der Woche vor dem Turnier ordnen sie die angemeldeten Teams den jeweiligen Wettbewerben/Altersklassen zu, losen Gruppen aus, erstellen Spielpläne für die Vorrunde und die Entscheidungsspiele, um für die einzelnen Spiele schließlich freie Zeiten in den Hallen zu suchen. Dabei gilt es eine Vielzahl an Dingen zu beachten. Verlängerungs- oder technisch bedingte Verzögerungen in einer Spielhalle, dürfen nicht zu Verzögerungen in anderen Hallen führen. Spiele früh am Morgen oder spät am Abend sollen möglichst in Hallen nahe der Unterkunft der spielenden Mannschaften stattfinden. Müssen die Mannschaften oder die Schiedsrichter in unterschiedlichen Hallen spielen, bedürfen sie genügend Zeit die nächste Halle zu erreichen. Ferner sollen die jüngeren Altersklassen abends eher Feierabend machen können, als die Seniorenteams. Umgekehrt bedarf der eine oder andere Seniorenspieler manchmal einer längeren Nachtruhe, wenn die Mannschaft abends noch das Berliner Nachtleben in Augenschein genommen hat.

 

Viel Wert wird beim Turnier in Moabit außerdem auf eine gute Verpflegung der Turnierteilnehmer gelegt. Wer Hunger hat, kann keine sportlichen Höchstleistungen abrufen und hat zudem schlechte Laune. Entsprechend muss der Spielplan für die jeweiligen Teilnehmer auch ausreichend Pausen aufweisen, dass auch genügend Zeit bleibt die Turniermensa zu den Mahlzeiten aufzusuchen.

 

Nach Fertigstellung des Spielplans gilt es noch Kampfgerichte zu koordinieren und die Hallenbetreuer zu briefen. Anschließend wird der Spielplan den Schiedsrichteransetzern zur Verfügung gestellt und er wird auf der Turnierhomepage veröffentlicht. Mit Turnierbeginn können dann auf der Homepage auch regelmäßig die Ergebnisse und Tabellenstände eingesehen werden. Sämtliche Hallenbetreuer haben einen direkten Zugang zum Spielplan und können dort unmittelbar nach den Spielenden die Ergebnisse eingeben.

 

Ab Turnierbeginn findet man die beiden Jans im in einem Hotel eingerichteten Turnierbüro. Dort verteilen sie Spielplane an die Mannschaften und beantworten Fragen. Mit Beginn der Wettbewerbe gilt es zudem Tabellen nachzurechnen und die Mannschaften ihrer Platzierung entsprechend den Hauptrundenspielen zuzuordnen. Ferner werden die in den Hallen eingegebenen Ergebnisse regelmäßig mit den Spielberichtsbögen noch einmal auf Korrektheit abgeglichen, was dazu führt, dass gerade spät am Abend noch stattfindende Spiele auch für eine späte Nachtruhe der Verantwortlichen im Turnierbüro sorgen.

 

Damit überhaupt Spiele auf dem Turnier stattfinden können, müssen die Mannschaften und Schiedsrichter die Spiele erst einmal erreichen. Dies stellt Maik Remy aus Hannover sicher. Er koordiniert einen Shuttle-Service der am An- und Abreisetag für den Transfer der Turnierteilnehmer zwischen Flughafen und Bahnhöfen sowie den Unterkünften sorgt. Bereits im Vorfeld des Turniers müssen hierfür die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Teilnehmer sortiert werden, sinnvolle Fahrtrouten geplant und abgesprochen werden. Ferner sind Fahrzeuge mit ausreichend Sitzplätzen und Gepäckraum sowie Fahrer mit geeigneten Sprachkenntnissen und einem Talent zum Quetschen von möglichst viel Gepäck in wenig Kofferraum, zu organisieren.

 

Während des Turniers können die Teilnehmer zwar mit einem Sonderticket der Berliner Verkehrsbetriebe die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin nutzen, um zu den jeweiligen Spielhallen zu gelangen oder auch einfach nur die Stadt zu besichtigen. Nichtsdestotrotz muss aber auch während des laufenden Turniers die eine oder andere Fahrt organisiert und durchgeführt werden, z.B. um Materialien oder Verpflegung für die Kamprichter und Schiedsrichter in die Spielhallen zu bringen.

 

Auf dem Turnier gibt es regelmäßig eine mit hochkarätigen Referenten besetzte Schiedsrichterclinic für die 3-Schiedsrichter-Technik. Mit den Clinic-Teilnehmern kann aber nur ein Bruchteil der Turnierspiele geleitet werden. Auf dem Turnier pfeifen deshalb noch viele vornehmlich junge Schiedsrichter aus aller Welt, die zum Teil das erste Mal beim Eastercup sind. Damit diese sich wohlfühlen und jederzeit nicht nur einen Ansprechpartner haben, wird Maik in diesem Jahr zusätzlich auch den für das Turnier verantwortlichen Schiedsrichteransetzer mit unterstützen. Dies bietet sich an, da es zu Überschneidungen mit dem Schuttle-Dienst kommt. So gilt es im Vorfeld des Turnieres auch die Anreise der Schiedsrichter zu deren Unterkünften zu koordinieren und diese im Hinblick auf die Turnierabläufe zu briefen. Nach Vorliegen des Spielplanes werden zudem die Schiedsrichteransetzungen vorgenommen und im Hinblick auf etwaige bei der Planung für die Schiedsrichter ersichtlich werdende Hallenwechsel die Shuttle-Fahrten geplant.

 

Zustande gekommen ist der Kontakt zwischen dem Vereinsverantwortlichen in Moabit und den drei Niedersachsen auf diversen anderen Turnieren. Gerade Jan-Martin Hinck sowie einige der Moabiter im Organisationsteam kennen sich seit bereits knapp 10 Jahren. Sie sind früher gemeinsam auf Turniere nach Skandinavien gefahren. Dort wurde dann gerne diskutiert, was man besser machen könnte, würde man selbst ein Turnier organisieren. Aus diesen aus einer Bierlaune heraus gesammelten Ideen entwickelten die Moabiter dann tatsächlich ein Turnierkonzept für die Ostertage und nach zwei Ausgaben kam dann Jan-Martin Hinck zum Organisationsteam hinzu. In den Folgejahren folgten Jan Wangerpohl und Maik Remy.

 

Wenn man die drei Niedersachsen fragt, warum sie sich freiwillig in Moabit die Ostertage und zum Teil auch die Nächte um die Ohren schlagen, bekommt man immer dieselbe Antwort: Es sei zwar sehr anstrengend, mache aber auch viel Spaß in einem gut funktionierenden Organisationsteam, in dem sich über die Jahre auch viele Freundschaften gebildet haben, ein derartiges Event auf die Beine zu stellen. Das positive Feedback der Teilnehmer, von denen viele jedes Jahr erneut teilnehmen, sowie die öffentliche Anerkennung und Preise mit denen das Turnier in den vergangenen Jahren ausgezeichnet wurde, machen zudem Stolz und motivieren für das Folgejahr.

 

Wer übrigens selbst Interesse bekommen haben sollte, mit einer Mannschaft beim International Eastercup Berlin-Moabit zu starten findet alle hierfür notwendigen Informationen auf folgender Internetseite: www.eastercup-moabit.de

 

Anmeldungen sind noch bis einschließlich den 10.04.2019 möglich.


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