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Hannover, 4.2.2019

Bericht von der DBB-Schulsporttagung

Projektreferent Danny Traupe (li.) vertrat den NBV auf der DBB-Schulsportreferententagung

Am 1. und 2. Februar fand in der DBB-Geschäftsstelle in Hagen die Tagung der Schulsportreferenten der Landesfachverbände statt. Eingeladen hatte die Schulsportkommission des DBB um Vorsitzende Birte Schaake.

 

Tim Brentjes berichtet stellvertretend über die Erfolge des Jahres 2018. Darunter das Schulsport-Symposium in Frankfurt, bei dem viele Projekte aus ganz Deutschland präsentiert und diskutiert wurden. Dazu gehörte neben 3X3 in der Schule, Mädchenbasketball, Kooperationsmodelle Schule und Verein sowie Kita-Sport. Ein Gastbeitrag des deutschen Rugby-Verbandes gab zusätzlich den Einblick und Ideen in die Arbeit an Schulen. Rugby hat also Sport viel mehr damit zu kämpfen einen Fuß in die Türen von Schulen zu bekommen. Das Symposium diente zudem der besseren Vernetzung von Bundesligavereinen, kleinen Vereinen und den Basketballfachverbänden der Bundesländer. Dazu wurde mit der pronova BKK ein wichtiger Partner für den Mini- und Schulbasketball gefunden. Der Gesundheitskasse hat das Basketballabzeichen in Bronze neu aufgesetzt und stellt dieses den Vereinen kostenlos zur Verfügung.

 

Schul-Teilnahmeausweis geplant!

Im Fokus der beider Sitzungstage stand eindeutig das Konzept der „Grundschulliga“. In deren Kontext immer auch Schul-AGs, höhenverstellbare Körbe und Schulvereinsteams standen. Eine wichtige Errungenschaft könnte dabei ein möglicher Schul-Teilnahmeausweis (STA) stehen. Dieser STA soll dazu beitragen die unbekannte Ziffer an basketballspielenden Schüler*innen in Deutschland abzubilden. Nach Schätzungen des DBB sind das ca. 6.000 bis 10.000 Kinder. Diese Maßnahme ist Konkurrenz zu anderen Spielsportarten ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Gesamtzahl in Deutschland spielender Kinder unter 12 Jahren würde damit auf insgesamt 36.000 ansteigen. Zur Erinnerung, Länder wie Italien, Frankreich und Spanien haben alleine so viele Kinder unter 12 Jahren registriert, wie es in Deutschland insgesamt Basketballspieler*innen gibt – also von 12 bis 99 Jahre.

 

40 Jahre „Jugend trainiert für Olympia“

DBB-Vizepräsident für Jugend und Schulsport, Stefan Raid, verabschiedete Henk Wedel (Hessen) und Matthias „Ramselhuber“ Ramsauer (Berlin) aus der Schulsportkommission. Henk Wedel verlässt die Kommission nach 14 Jahren aus beruflichen und privaten Gründen, während Matthias Ramsauer nach 40 Jahren das Projekt „Jugend trainiert für Olympia“ abgibt. Ramsauer war für die Organisation für das Bundesfinale „Basketball“ seitens des Berliner Senats und seitens des DBB zuständig. Raid dankte den beiden ausgiebig für ihr jahrelanges Engagement.

Berichte aus den Landesverbänden

Am zweiten Tag standen die Berichte aus den Landesverbänden im Mittelpunkt. Deutlich wurde dabei einmal mehr wie unterschiedlich die Voraussetzungen durch das föderale System in den Bundesländern sind. Den Schwerpunkten und überhaupt die Fördermöglichkeiten sind doch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Ein wenig Staunen kam dabei beim Bericht aus dem NBV auf, der mit einem sehr engagierten Landessportbund und der niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung oder auch dem Sparkassenverband Niedersachsen sehr gute Rahmenbedingungen vorfindet. Die meisten Verbände haben nun das Thema Grundschulliga und 3X3 auf der Agenda und stecken dort ihre Kräfte rein – so auch der NBV, der mit Berlin und den Kollegen aus Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt am weitesten vorangeschritten sind.

 

Höhenverstellbare Körbe Thema beim deutschen Städtetag

Über die „höhenverstellbaren Körbe“ wurde ebenfalls diskutiert, dabei berichtete Tim Brentjes (DBB), dass der Deutsche Olympische Sportbund mit dem deutschen Städtetag eine Vereinbarung getroffen hat, auf dessen Sitzung diese Thematik besprochen werden soll. Der NBV hat sich diesbezüglich bereits beim niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport positioniert und Unterstützung aus dem Sportstättensanierungsprogramm (100 Mio. Euro) bei der Umrüstung eingefordert.
Im Rahmen der neuen Miniregeln soll bis zur U12 das Spielen auf höhenverstellbare Körbe umgesetzt werden. Vereine, die nicht in der Lage sind dies sofort umzusetzen sollten nicht in Panik verfallen. Es ist als ein Prozess zu sehen sagt der DBB und alle Landesvertreter. Hier ist das föderale System für eine bundeseinheitliche Umsetzung eher hinderlich. Ansonsten berichtet Brentjes noch, dass Deutschland in Europa „eine Insel“ ist, wenn es um die Korbhöhe bei der Ausbildung geht und die Vorteile bereits in der Entwicklung im internationalen Vergleich erkennbar werden.


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