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Schiedsrichter-Förderlehrgang in Wolfsburg

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Schiedsrichter-Förderlehrgang in Wolfsburg am 02./03.06.2007

Wir schreiben den 02. Juni 2007 und es ist 07:30 Uhr, als Panagiotis Ninatsakis, auch „Pano“ genannt und seines Zeichens sowohl Spieler der 2. Regionalliga als auch Oberligaschiedsrichter, noch etwas verschlafen aus seinem Fiat hinüber in Richtung des Theodor- Heuss- Gymnasiums schaut.

„Ähnlich“ motiviert und gespannt trafen geschlagene 3 Stunden später nach und nach die übrigen Teilnehmer des 2. Schiedsrichter- Förderlehrgangs im Jahr 2007 ein, sollte doch dieser in die zugegebenermaßen großen Fußstapfen des hochkarätigen Förderlehrgangs in Westerstede treten.
Ob dies gelungen ist, wird der sich schließende Spannungsbogen am Ende des Artikels aufzeigen..

Teilnehmer FörderlehrgangNach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde, dem Ausloten der Motivation der teilnehmenden Schiedsrichter aus den verschiedenen Verbänden und dem die Nation spaltenden Regeltest ging es zum ersten Mal auf in die mitten in Wolfsburg gelegene, aber dennoch an sozialistische Tugenden erinnernde Jugendherberge.
Hier wurden die Teilnehmer nicht nur vom amerikanischen Flair der Gastwirtin, sondern auch von der Hausordnung, lautstark und komödiantisch vorgetragen von Marcel Bause, begrüßt.
Nachdem die Betten bezogen und Körper und Geist durch das erste gemeinsame Essen gestärkt wurden, konnten die ersten Einheiten an diesem Wochenende beginnen.

Los ging es mit dem Trainieren der Schiedsrichtertechnik, wobei vor allem die ständige Bewegung des Schiedsrichters zum Einnehmen von guten Positionen durch die Referenten Mathias Rucht und Hans-Jürgen Nilson herauskristallisiert wurden.
Darauf aufbauend zeigte anschließend das Duo Rucht und Böhmcker auf, wie wichtig diese guten Positionen für die Beurteilung von Offensiv- und Defensivfouls sind, gepaart mit einer kleinen theoretischen Auffrischung der Defensetechniken.
Auch Fragen rund um die Disqualifikation blieben dank Ekkehard Mamat an diesem Tag nicht ungeklärt.
Praktisch gefordert und theoretisch getestet hieß es für alle Teilnehmer gegen 18:30Uhr:
„Ab unter die wohlverdiente Dusche!“
Nach dem Abendessen wurden die Teilnehmer, getreu dem Motto: „Man kann alt werden wie ´ne Kuh und lernt immer noch dazu!“ von Hans-Walter Heidorn in Sachen Feedback unterrichtet...und wer Ruchti kennt weiß...nicht ohne Grund!
Schließlich war Sascha Bove der Auserwählte. Doch Mängel in der Auffassungsgabe suchte man bei ihm vergeblich, fasste er die vielen Eindrücke des vergangenen Tages in nur 3min. bravourös zusammen.
Nach einem interessanten Erfahrungsaustausch konnten alle Teilnehmer den Tag in einer eigens dafür ausgesuchten Lokalität bei einem (oder zwei...oder drei) Bierchen ausklingen lassen, was dem ohnehin sehr guten Gemeinschaftsgefühl noch einmal Auftrieb gab.

Am nächsten Tag wurde der traditionelle Morgenlauf, in Westerstede noch von gefühlten minus 27,5°C und dem Brechreiz einiger Teilnehmer (Konditionsprobleme!) begleitet, durch eine, ich denke für alle interessante und neue Praxiseinheit ersetzt.
Hier schlüpften alle Kollegen mal in die Haut des Spielers, spürten den mehr oder weniger harten Körperkontakt und sollten daraus die Relevanz von Schiedsrichterentscheidungen herleiten.
Auch hier wurde wieder eine kleine Einheit für die Schiedsrichtertechnik mit eingebaut, was half, richtige Entscheidungen im richtigen Moment zu treffen.
Danach sorgten Hans-Jürgen Nilson, Jochen Böhmcker und Ekkehard Mamat mit den letzten Einheiten über das technische Foul, Märchen und Wahrheiten bei Regeln und dem Protestverfahren für den nötigen theoretischen Background auf und neben dem Spielfeld.

Mit den Stichworten „Team“, „Auftreten“ und „Einstellung“ rief anschließend Hans-Walter Heidorn noch einmal die Eindrücke der vergangenen 36 Stunden zurück in die Köpfe der Teilnehmer, machte deutlich, dass zwar jeder die gleichen theoretischen Voraussetzungen hat, aber erst die Individualität jedes Einzelnen die Stärke in einem Schiedsrichtergespann beeinflusst und ausmacht.

Zum Abschluss meines Berichtes noch einige ergänzende Anmerkungen in Stichpunktform:

  1. Die Organisation von Steffi und Ede > Weltklasse!!!
  2. Die Leistung der Referenten > Spitze!!!
  3. Die Betreuung durch die „Paten“ (Frowine, Hans-Walter Heidorn, Ekkehard Mamat): Einzigartig!!!
  4. Der Mix aus Theorie und Praxis > herausfordernd, aber lehrreich!!!
  5. Das Gemeinschaftsgefühl unter Organisatoren, Referenten, Paten und Teilnehmern: super!!!

Da bleibt mir bezüglich des Spannungsbogens nur zu sagen: Referenten, Organisatoren und Paten: das war mal wieder eine erstklassige Leistung. Wir haben viel gelernt, gelacht und geschwitzt...und an die Organisatoren des nächsten Förderlehrgangs (vermutet wird dieser im Bezirk Hannover): die Messlatte liegt verdammt hoch!

Also Kollegen, bis hoffentlich zum nächsten Mal und denkt dran:

ALWAYS MOVE, LOOK FOR SPACES, PENETRATION, BOXING-IN

In diesem Sinne
Manuel-Mark Lücke

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